
Über Themen wie Testament, Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung zu sprechen, fällt vielen Menschen schwer. Nicht selten werden Gespräche darüber vermieden, weil Unsicherheit, Ängste oder unausgesprochene Konflikte in Familien eine Rolle spielen. Doch gerade das Schweigen kann langfristig belasten und wichtige Gespräche verhindern.
Dieser Workshop bietet einen geschützten Rahmen, um sich mit den eigenen Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt steht nicht die rechtliche Beratung, sondern die Frage: Was macht es so schwer, über diese Themen zu sprechen, und wie können Gespräche trotzdem gelingen?
Die Teilnehmenden erfahren, welche Dynamiken hinter Vermeidung, Sorgen und Konflikten stehen und entwickeln Wege, wie ein offener und respektvoller Austausch mit Partnern, Kindern, Eltern oder anderen nahestehenden Menschen möglich werden kann. Durch praktische Übungen und Rollenspiele entstehen neue Perspektiven und mehr Sicherheit im Umgang mit schwierigen Gesprächen.
Der Workshop stärkt die Fähigkeit, Dinge anzusprechen, bevor sie unausgesprochen bleiben. Er hilft dabei, Barrieren abzubauen, Verständnis füreinander zu entwickeln und einen konstruktiven Umgang mit Themen zu finden, die viele Menschen bewegen, aber oft niemand beginnen möchte.
Der Workshop richtet sich an alle Menschen, die erleben, dass Gespräche über Vorsorge, Abschied, Krankheit, Pflege oder familiäre Verantwortung schwerfallen und häufig aufgeschoben werden.
Er eignet sich besonders für Privatpersonen, die sich wünschen, mit ihren Angehörigen früher und offener über wichtige Themen sprechen zu können. Dabei geht es nicht darum, sofort Lösungen oder Entscheidungen zu treffen, sondern darum, Gesprächshürden zu verstehen und einen guten Umgang miteinander zu finden.
Auch für Fachpersonen und Institutionen kann der Workshop eine wertvolle Ergänzung sein. Rechtsanwälte, Ärzte, Pflegeeinrichtungen, Beratungsstellen oder andere Einrichtungen, die Menschen in sensiblen Lebenssituationen begleiten, können den Workshop nutzen, um ihre Mandanten, Patienten oder Klienten bei der wichtigen zwischenmenschlichen Ebene dieser Themen zu unterstützen.
Der Workshop eignet sich für Gruppen, die nicht über fehlende Informationen sprechen möchten, sondern darüber, warum manche Gespräche so schwer beginnen und wie ein offener Austausch gelingen kann.
Der Workshops finden als geschlossene Veranstaltung für Gruppen statt. Sie organisieren die Teilnehmenden und stellen einen geeigneten Raum zur Verfügung, in dem wir gemeinsam arbeiten können.
Der Workshop ist ab einer Teilnehmerzahl von 6 Personen möglich. Benötigt wird ein Raum mit ausreichend Platz für Austausch, praktische Übungen und Gruppenarbeiten sowie die Möglichkeit, ein Notebook mit einem Beamer oder Bildschirm zu verbinden beziehungsweise ein Whiteboard zu nutzen.
So entsteht ein geschützter Rahmen, in dem sich die Teilnehmenden aktiv einbringen, Erfahrungen austauschen und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln können.
"Eine Investition in Wissen bringt die besten Zinsen."
Dauer: 4 Stunden
Anzahl Teilnehmer: Maximal 14
"Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet."
Manchmal findet dieser Workshop auch in Kooperation mit anderen Institutionen und Veranstaltern statt. So entstehen zusätzliche Möglichkeiten, an dem Workshop teilzunehmen.
Eine Übersicht der aktuellen Termine und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier:
VHS Neus | 24.10.2026 | 10.00 Uhr - 14.00 Uhr | LINK
Wir alle werden geboren mit dem Wissen, dass unser Leben endlich ist. Der Tod gehört genauso zum Leben wie die Geburt, auch wenn wir diese Wahrheit im Alltag gerne verdrängen. Vielleicht fällt es uns deshalb so schwer, über das Ende zu sprechen: Weil damit Ängste verbunden sind, weil wir uns verletzlich zeigen und weil wir uns mit unserer eigenen Vergänglichkeit auseinandersetzen müssen.
Doch nicht darüber zu sprechen, nimmt uns nicht die Verantwortung. Im Gegenteil: Manchmal kann genau das offene Gespräch ein Zeichen von Nähe und Liebe sein.
Vorsorge bedeutet nicht nur, Dinge für einen späteren Zeitpunkt zu regeln. Es bedeutet auch, den Menschen, die uns nahestehen, Orientierung zu geben und sie nicht mit Fragen allein zu lassen, wenn wir selbst nicht mehr antworten können. Es bedeutet, die eigenen Wünsche sichtbar zu machen und gleichzeitig Fürsorge für andere zu übernehmen.
Viele Gespräche werden aufgeschoben, weil sie unangenehm erscheinen. Doch häufig entsteht gerade durch das Aussprechen eine neue Verbindung, mehr Verständnis und manchmal sogar Erleichterung.
Dieser Workshop möchte dazu ermutigen, nicht länger zu schweigen, sondern einen Raum zu schaffen, in dem schwierige Themen ihren Platz bekommen dürfen. Denn über das Ende des Lebens zu sprechen, bedeutet nicht weniger Leben zu feiern. Es bedeutet, bewusster miteinander zu leben.