
Dieser Workshop vermittelt praxisnahe Fähigkeiten, um in herausfordernden Situationen sicherer aufzutreten, Grenzen klar zu setzen und handlungsfähig zu bleiben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, Gefahrensituationen frühzeitig wahrzunehmen, die eigene Körpersprache bewusst einzusetzen und selbstbewusst zu reagieren.
Durch realitätsnahe Übungen erfahren die Teilnehmenden, wie sie sich in unterschiedlichen Alltagssituationen behaupten können. Sie lernen grundlegende Möglichkeiten der Selbstverteidigung kennen, üben wirkungsvolle Techniken und entwickeln Strategien, um sich aus kritischen Situationen zu lösen.
Im Mittelpunkt steht nicht das Gewinnen eines Kampfes, sondern die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, die eigenen Möglichkeiten richtig einzuschätzen und angemessen zu handeln. Die Übungen stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und zeigen, dass Sicherheit nicht allein von Kraft oder körperlicher Überlegenheit abhängt.
Der Workshop bietet einen geschützten Rahmen, um eigene Stärken kennenzulernen, Grenzen bewusst wahrzunehmen und Handlungsmöglichkeiten für unterschiedliche Situationen zu entwickeln. Nach dem Workshop bleiben nicht nur neue Techniken, sondern vor allem ein gestärktes Sicherheitsgefühl und die Gewissheit: Ich kann meine Situation einschätzen. Ich kann Grenzen setzen. Ich kann etwas tun.
Der Workshop richtet sich an Erwachsene ab 18 Jahren, die ihr Sicherheitsbewusstsein stärken, selbstbewusster auftreten und praktische Möglichkeiten der Selbstbehauptung und Selbstverteidigung kennenlernen möchten.
Geeignet ist der Workshop für:
Besondere sportliche Voraussetzungen sind nicht erforderlich. Der Workshop ist praxisorientiert und beinhaltet Bewegung, Übungen mit Schlagpolstern und realitätsnahe Situationen. Jede Person arbeitet dabei im eigenen Tempo und innerhalb der eigenen Möglichkeiten.
Nicht jede Technik passt zu jedem Menschen. Deshalb geht es nicht darum, bestimmte Bewegungen perfekt auszuführen, sondern die eigenen Fähigkeiten kennenzulernen und passende Lösungen für die eigene Situation zu entwickeln. Ziel ist es, sicherer aufzutreten, angemessen zu reagieren und im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben.
Der Workshop findet als geschlossene Veranstaltung für Gruppen statt. Sie organisieren die Teilnehmenden und stellen einen geeigneten Raum zur Verfügung, in dem wir gemeinsam praktisch arbeiten können.
Benötigt wird ausreichend Platz für Bewegung, Übungen und praktische Situationen. Der Raum sollte frei von Hindernissen sein, an denen sich Teilnehmende verletzen könnten. Eine Sporthalle oder ein Raum mit Mattenboden bietet optimale Bedingungen, ist aber nicht zwingend erforderlich. Gerade ein normaler Boden kann die Übungen alltagsnaher machen, da viele Situationen nicht in einer Trainingsumgebung stattfinden.
Da wir mehrere Stunden gemeinsam arbeiten, sollten geeignete sanitäre Einrichtungen vorhanden sein. Die Teilnehmenden sollten bequeme Alltagskleidung und festes Schuhwerk tragen, in der sie sich frei bewegen können. Der Workshop orientiert sich bewusst an realistischen Situationen und findet nicht in spezieller Sportbekleidung statt.
Der Workshop ist ab einer Teilnehmerzahl von 6 Personen möglich. Durch die begrenzte Gruppengröße bleibt ausreichend Zeit für praktische Übungen, individuelle Fragen und eine persönliche Betreuung. Dabei wird auf unterschiedliche körperliche Voraussetzungen und persönliche Grenzen Rücksicht genommen.
Neben Gruppenworkshops biete ich auch individuelles Privattraining an. Wenn Sie Interesse an einem persönlichen Training oder einem speziell auf Ihre Situation zugeschnittenen Angebot haben, kontaktieren Sie mich gerne.
"Besser können und nicht brauchen, als umgekehrt."
Dauer: 4 Stunden
Anzahl Teilnehmende: 6 - 10
"Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet."
Manchmal findet dieser Workshop auch in Kooperation mit anderen Institutionen und Veranstaltern statt. So entstehen zusätzliche Möglichkeiten, an dem Workshop teilzunehmen.
Eine Übersicht der aktuellen Termine und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier:
VHS Neus | 21.11.2026 | 10.00 Uhr - 14.00 Uhr | LINK
Der Kampfsport begleitet mich seit mehr als 40 Jahren. In dieser Zeit habe ich unter anderem Kickboxen, Taekwon Do, Boxen, Muay Thai und MMA trainiert. Ich trage den Meistergrad im Kickboxen und im Taekwon Do und war Mitglied der deutschen Kickbox Nationalmannschaft.
Viele Menschen verbinden Kampfsport vor allem mit Wettkämpfen und körperlicher Stärke. Für mich bedeutet er weit mehr. Er hat mich gelehrt, Verantwortung zu übernehmen, respektvoll mit anderen umzugehen und auch unter Druck einen klaren Kopf zu bewahren. Die Fähigkeit, einen Konflikt zu vermeiden oder zu entschärfen, ist oft die größte Stärke.
Nach meiner aktiven Wettkampfzeit blieb ich dem Kampfsport als Trainer treu. Über viele Jahre durfte ich Kinder, Jugendliche und Erwachsene begleiten, sie fördern und erleben, wie sie an Selbstvertrauen, Disziplin und innerer Sicherheit gewannen. Diese Erfahrungen prägen meine Arbeit bis heute.
Sich mit dem Thema Selbstbehauptung und Selbstverteidigung auseinanderzusetzen, ist ein wichtiger Schritt. Es gilt: Lieber etwas können und es nie brauchen, als in einer kritischen Situation etwas zu benötigen und nicht zu wissen, wie man reagieren kann.
Ein solcher Workshop gibt keine absolute Sicherheit. Auch nach über 40 Jahren Erfahrung im Kampfsport kann ich nicht mit Sicherheit sagen, wie ich in einer tatsächlichen Gefahrensituation reagieren würde. Niemand kann jede Situation vorhersehen. Was ich aber aus eigener Erfahrung weiß: Durch regelmäßiges Training können Bewegungsabläufe und Handlungsmöglichkeiten verinnerlicht werden. Sie werden mit der Zeit zu einem Teil des eigenen Verhaltens und können in entscheidenden Momenten abrufbar sein.
Gerade für Paare kann ein solcher Workshop besonders wertvoll sein. Sie haben die Möglichkeit, das Erlernte auch nach dem Kurs gemeinsam zu wiederholen und Bewegungsabläufe regelmäßig zu trainieren. Dieses „Einschleifen“ sorgt dafür, dass bestimmte Reaktionen nicht nur theoretisch bekannt sind, sondern zunehmend sicherer und automatisierter abgerufen werden können.
Ich möchte daher jeden ermutigen, sich mit dem Thema zu beschäftigen und entsprechende Kurse zu besuchen. Eine regelmäßige Wiederholung, beispielsweise einmal im Jahr, kann helfen, Wissen aufzufrischen, Sicherheit zu gewinnen und Handlungsmöglichkeiten weiterzuentwickeln.
Dabei muss es nicht immer derselbe Trainer oder dieselbe Trainingsmethode sein. Jeder Trainer hat eigene Erfahrungen, Schwerpunkte und Herangehensweisen. Es kann wertvoll sein, verschiedene Ansätze kennenzulernen und über den eigenen Tellerrand zu schauen. Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gespür dafür, welche Trainings realistisch, praxisnah und für die eigene Situation geeignet sind.